Die bevorstehende Pressphase ist ein Moment voller Spannung, Erleichterung und enormer Kraft. In diesem Gastbeitrag erklären Steve und Pattie praxisnah, was die Pressphase und Maßnahmen bedeuten, wie Sie Anzeichen erkennen, welche Atem- und Positionstechniken helfen und welche Rolle Partner, Doula und das medizinische Team übernehmen. Unser Ziel: Sie sollen sich informiert, vorbereitet und gestärkt fühlen — ganz ohne Fachchinesisch, aber mit solidem Wissen für die entscheidenden Minuten und Stunden.
Was ist die Pressphase in der Geburt? Überblick und Ablauf
Die Pressphase und Maßnahmen, die in dieser Phase greifen, sind zentral für den Abschluss einer vaginalen Geburt. Die Pressphase beginnt, wenn der Muttermund vollständig eröffnet ist — in der Regel bei etwa 10 cm — und endet mit der Geburt des Kindes. Diese Phase heißt auch Austreibungsphase und kann sehr unterschiedlich verlaufen: bei manchen Frauen dauert sie nur wenige Minuten, bei anderen mehrere Stunden. Wichtig ist zu verstehen, dass die Pressphase nicht bloß „noch ein paar Mal drücken“ ist, sondern ein koordiniertes Zusammenspiel von Wehen, Körperreaktionen und gezielten Maßnahmen, die sowohl die Mutter als auch das Kind schützen.
Wenn Sie sich vorab ausführlich informieren möchten, finden Sie auf unserer Seite eine anschauliche Darstellung zum Ablauf einer Geburt, die Schritt für Schritt erklärt, was in jeder Phase passiert und worauf Sie besonders achten können. Ebenso ist es ratsam, mögliche Alternativen zu kennen und sich mit den Optionen auseinanderzusetzen; deshalb empfehlen wir, frühzeitig die Kaiserschnittoptionen frühzeitig klären zu lassen, damit bei Bedarf schnell entschieden werden kann. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die Phasen der Geburt, die die Unterschiede zwischen Eröffnungs-, Übergangs- und Austreibungsphase erläutern und helfen, die Pressphase und Maßnahmen besser einzuordnen.
Wieso ist die Pressphase wichtig?
In dieser Phase bewegt sich das Baby durch das Becken und den Geburtskanal; die Art und Weise, wie Sie pressen, wie das Team Sie unterstützt und welche Position Sie einnehmen, beeinflusst die Geburtsdauer, das Verletzungsrisiko des Damms und das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Gute Vorbereitung und das Wissen um mögliche Maßnahmen geben Ihnen mehr Sicherheit und reduzieren Stress in diesem intensiven Abschnitt der Geburt.
Ablauf in groben Schritten
- Vollständige Öffnung des Muttermundes (10 cm).
- Verstärkte, aktive Pressimpulse mit den Wehen.
- Eventuelle Positionswechsel, um Schwerkraft und Beckenöffnung zu nutzen.
- Absenken des Kindes und Austritt von Kopf und Schultern.
- Geburt des Kindes, Erstversorgung, Haut-zu-Haut-Kontakt.
Welche Signale deuten darauf hin, dass die Pressphase beginnt?
Sie fragen sich vielleicht: Woran merke ich, dass jetzt die Pressphase und Maßnahmen relevant werden? Gute Frage. Manche Frauen spüren es deutlich, andere brauchen die Einschätzung der Hebamme. Hier sind die wichtigsten Signale, auf die Sie achten sollten.
- Ein starkes Druckgefühl im Becken oder im Analbereich — vergleichbar mit dem Gefühl, Stuhlgang zu haben.
- Unwillkürliche Drang- oder Stoßbewegungen bei einer Wehe; das heißt: der Körper „will“ pressen.
- Verändertes Atmen: Sie haben das Bedürfnis, die Luft anzuhalten oder stark zu pressen.
- Für medizinisches Personal: Sichtbare Senkung des Kopfes oder Veränderungen, die bei einer vaginalen Untersuchung sichtbar werden.
- Manchmal: vermehrter Harndrang oder das Gefühl, „etwas kommt“.
Wenn zusätzlich ungewöhnliche Symptome auftreten — starke Blutungen, plötzliche Abnahme der Kindsbewegungen oder stark anhaltende Schmerzen — dann kontaktieren Sie sofort Ihre Hebamme oder die Kreißsaalaufnahme. Bei Unsicherheit gilt: lieber einmal zu viel abklären lassen als zu spät.
Wichtige Maßnahmen in der Pressphase: Atmung, Körperhaltungen und Unterstützung durch das Geburtsteam
Die Pressphase und Maßnahmen zur Unterstützung sind eng miteinander verknüpft. Richtig angewandt verkürzen sie die Austreibungszeit, vermindern Verletzungsrisiken und helfen Ihnen, fokussiert zu bleiben. Im Folgenden finden Sie bewährte Techniken und praktische Hinweise.
Atmungstechniken: Warum die Art zu atmen einen Unterschied macht
Es gibt verschiedene Arten zu pressen — und die Wahl beeinflusst Ihren Körper. Früher galt das starke Anhalten der Luft (Valsalva-Technik) als Standard. Heute empfehlen viele Geburtshelferinnen und Hebammen das sogenannte „open-glottis“-Pressen: tief einatmen, während der Wehe mit offener Kehle und kontrolliertem Ausatmen pressen — oft begleitet von einem langen „ahh“ oder „ohh“. Das schützt Herz und Kreislauf besser und schont den Beckenboden.
Tipp: Üben Sie vorab bewusstes Atmen, kurze Atempausen und das aktive Ausatmen beim Pressen. Es fühlt sich am Anfang ungewohnt an, aber in der Pressphase hilft es, Kräfte zu sparen und gezielter zu arbeiten.
Körperhaltungen und Positionswechsel: Nutzen Sie die Schwerkraft
Die richtige Position kann Wunder wirken. Wechseln Sie, was Ihnen gut tut — und lassen Sie sich dabei von Ihrer Hebamme anleiten. Folgende Positionen sind besonders hilfreich:
- Hocken oder halb sitzende Hockposition: sehr effektiv, um das Becken zu öffnen.
- Aufrecht sitzen oder stehen: die Schwerkraft unterstützt das Vorschieben des Babys.
- Vierfüßler-/Hände-Knie-Position: entlastet den Rücken und kann bei bestimmten Schulterlagen helfen.
- Seitenlage: gut, wenn Sie erschöpft sind oder perineale Unterstützung wünschen.
- Gebärwanne: Wärme und Auftrieb mildern oft das Schmerzempfinden; in manchen Kliniken jedoch bei Komplikationen nicht empfohlen.
Unterstützung durch das Geburtsteam: Praktische Maßnahmen
Hebammen und Geburtshelferinnen verfügen über ein Repertoire an Maßnahmen, die in der Pressphase helfen können. Hier einige Beispiele, die häufig Anwendung finden:
- Perineale Unterstützung: Mit einer Hand übt die Hebamme leichten Druck auf den Damm aus, um ein zu schnelles Austreten des Kopfes zu verlangsamen und Risse zu reduzieren.
- Wärmeauflagen: Eine warme Kompresse auf dem Damm fördert die Elastizität des Gewebes.
- Gezielte Anleitung beim Pressen: Die Hebamme sagt Ihnen, wann und wie lange Sie drücken sollen — das macht vieles leichter.
- Kontinuierliche Überwachung: Herztonüberwachung des Kindes und Beobachtung von Blutdruck und Blutungen der Mutter.
- Sanfte Positionierungshilfen: Kissen, Hocker oder spezielle Sitze können das Pressen angenehmer machen.
Wie Eltern sich in der Pressphase unterstützen und vorbereiten können
Vorbereitung schafft Selbstvertrauen. Die Pressphase und Maßnahmen profitieren immens davon, wenn Eltern im Vorfeld ein paar Dinge geklärt und geübt haben. Das reduziert Stress und gibt Ihnen mehr Handlungsspielraum.
Konkrete Vorbereitungsmaßnahmen
- Besuchen Sie Geburtsvorbereitungskurse: Dort lernen Sie Atmung, Positionswechsel und die Rolle des Partners praktisch — nicht nur theoretisch.
- Üben Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin: Probieren Sie Dammstütze, Massage und Atemrhythmen; je vertrauter die Handgriffe, desto sicherer fühlen Sie sich im Geburtsmoment.
- Schreiben Sie einen flexiblen Geburtsplan: Halten Sie Wünsche zu Positionen, Schmerzmitteln und dem Einsatz einer Doula fest — aber bleiben Sie offen für Anpassungen.
- Stärken Sie den Beckenboden, aber übertreiben Sie nicht: Gezieltes Training kann helfen, die Muskulatur zu unterstützen, zu straffes Training kurz vor der Geburt ist jedoch kontraproduktiv.
- Planen Sie die Logistik: Kliniktasche, Erreichbarkeit der Hebamme, genaue Wegbeschreibung zur Klinik oder Geburtshaus.
Die Rolle des Partners: Vorbereitung und Praxis
Partner sind oft die wichtigste Ressource in der Pressphase. Bereiten Sie klare Aufgaben vor: Wer unterstützt beim Atmen, wer hält die Hand, wer organisiert Getränke? Üben Sie einfache Massagetechniken und Dammstütze — das gibt Sicherheit, wenn es ernst wird.
Schmerzbewältigung und Entlastung in der Pressphase: Tipps und Techniken
Schmerz wird oft als Begleiter der Pressphase wahrgenommen. Gute Nachrichten: Es gibt viele Methoden, die zusammenwirken können — von Atemtechniken über Wasser bis hin zur PDA. Entscheidend ist, was für Sie passt.
Nicht-medikamentöse Schmerzbewältigung
- Wärmeanwendungen: Warme Kompressen am Damm oder warme Bäder entspannen die Muskulatur.
- Wassergeburt: Viele Frauen berichten von deutlicher Erleichterung durch Auftrieb und Wärme.
- Massage und Berührung: Hände auf Schulter, Rücken oder Becken können sehr beruhigend wirken.
- Aromatherapie und Musik: Sinnesreize helfen, die Konzentration zu lenken und Stress zu reduzieren.
- TENS-Gerät: Bei manchen Geburten hilfreich; erkundigen Sie sich vorher, ob Ihre Geburtsstätte diese Methode anbietet.
Medikamentöse Optionen und ihre Auswirkungen
Wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen nicht ausreichen, stehen medikamentöse Optionen zur Verfügung — die häufigsten sind Lachgas und Periduralanästhesie (PDA).
- Lachgas (Inhalationsanalgetikum): Wirkt kurz und hilft vielen Gebärenden, fokussiert und mobil zu bleiben.
- PDA: Sehr effektiv gegen Schmerzen, kann aber die Empfindung beim Pressen verringern und die Notwendigkeit medizinischer Unterstützung verändern. Ein Gespräch mit der Anästhesistin/dem Anästhesisten vorab ist ratsam.
- Systemische Schmerzmittel: Werden selten in der reinen Pressphase eingesetzt, da sie das Neugeborene beeinflussen können.
Praktische Tipps zur Entlastung
- Wechseln Sie zwischen aktiven Phasen und bewusstem Loslassen: Spannung kostet Kraft.
- Hydratisieren Sie sich regelmäßig, sofern erlaubt — kleine Schlucke während Pausen helfen.
- Ermutigende Worte aus dem Team und vom Partner können Wunder wirken. Vertrauen Sie den Anweisungen der Fachpersonen.
Rollen von Partnern, Doula und Geburtsteam in der Pressphase
Die Pressphase und Maßnahmen funktionieren am besten, wenn alle Beteiligten koordiniert handeln. Jede Rolle hat ihre Stärken — und gemeinsam bieten sie Halt, Sicherheit und Kompetenz.
Partner/in: Nähe, Pragmatismus und Mutmacher
Partner sind oft das emotionale Zentrum für die Gebärende. Sie geben Halt, sprechen tröstende Worte und übernehmen praktische Aufgaben: Massage, Wärmflasche halten, Wasser reichen oder die Verbindung zur Hebamme halten. Wer im Vorfeld übt, kann in der Hitze des Moments deutlich wirkungsvoller helfen.
Doula: Kontinuierliche, nicht-medizinische Unterstützung
Doulas bieten kontinuierliche Begleitung, kennen viele Positionen und Entspannungstechniken und fungieren als Fürsprecherin oder Fürsprecher für die Wünsche der Gebärenden. Eine Doula ist besonders hilfreich, wenn die Partnerin oder der Partner überfordert ist oder zusätzliche Erfahrung gewünscht wird.
Hebamme und Geburtshelferin: Fachkompetenz und Anleitung
Hebammen führen die meisten praktischen Maßnahmen in der Pressphase durch: Anleitung zum Pressen, perineale Unterstützung, Überwachung von Mutter und Kind. Sie sind die erste Anlaufstelle für Fragen und bieten emotionalen wie medizinischen Halt.
Ärztin/Arzt: Eingreifen bei Komplikationen
Kommt es zu Komplikationen — z. B. anhaltender Herztonabfall beim Kind oder schwieriger Ausstoß durch anatomische Besonderheiten — übernimmt die ärztliche Leitung und entscheidet über Interventionen wie Saugglocke, Zange oder Not-Kaiserschnitt. In den meisten Geburten bleiben solche Eingriffe jedoch aus.
Praktische Checkliste für die Pressphase
- Geburtsplan griffbereit und Wünsche vorher besprochen.
- Atmungstechniken und Positionen geübt — auch zusammen mit dem Partner.
- Doula und Partner über Aufgaben informiert.
- Wärmflasche, Kissen und Hydration vorbereitet.
- Notfallkontakte und Kliniktasche erreichbar.
FAQ — Häufig gestellte Fragen zum Thema „Pressphase und Maßnahmen“
Im Internet suchen werdende Eltern häufig nach konkreten Antworten, die schnell Sicherheit geben. Wir haben die wichtigsten Fragen zusammengestellt und klar beantwortet, damit Sie gut informiert in die Pressphase gehen können.
Wie lange dauert die Pressphase normalerweise?
Die Dauer der Pressphase variiert stark. Bei Erstgebärenden liegt sie oft zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden; bei Folgebegleitungen ist sie häufig deutlich kürzer. Entscheidend sind Wehenstärke, Größe und Lage des Babys sowie Ihre Kraftreserven. Zeitangaben sind nur Richtwerte: Wichtig ist, dass Hebamme und Ärztin/Arzt Mutter und Kind sicher überwachen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, wenn es länger dauert.
Woran erkenne ich, dass die Pressphase begonnen hat?
Typische Zeichen sind ein intensives Druckgefühl im Becken oder im Analbereich, unwillkürliche Press- oder Stoßbewegungen während einer Wehe sowie ein verändertes Atmungsmuster mit dem starken Wunsch zu pressen. Häufig bestätigt die Hebamme nach einer Untersuchung, dass der Muttermund vollständig eröffnet ist. Bei Unsicherheit rufen Sie die Hebamme an — besser einmal zu viel nachfragen als zu spät zu handeln.
Soll ich beim Pressen die Luft anhalten (Valsalva) oder offen pressen?
Viele Fachleute empfehlen heute das sogenannte „open-glottis“-Pressen: Einatmen, während der Wehe mit offener Kehle kontrolliert ausatmen und dabei pressen. Das ist oft weniger belastend für Kreislauf und Beckenboden. In bestimmten Situationen kann Ihr Team jedoch gezieltes, leichtes Anhalten für kurze Zeit anleiten — folgen Sie deshalb immer den Anweisungen Ihrer Hebamme oder Ärztin.
Wie kann der Partner in der Pressphase am besten helfen?
Partner können sehr viel beitragen: körperliche Nähe, das Halten der Hand, Massage, Wärmflaschen geben, zur richtigen Zeit ermutigende Worte sagen und mit der Hebamme kommunizieren. Wenn der Partner vorab einfache Techniken wie Dammstütze und Atemanleitung geübt hat, ist das im Geburtsmoment sehr hilfreich. Kleine praktische Aufgaben geben Sicherheit und schaffen Nähe.
Was kann ich tun, um einen Dammriss zu vermeiden?
Vollständiges Vermeiden lässt sich nicht garantieren, aber es gibt Maßnahmen, die das Risiko reduzieren: kontrolliertes, langsames Austreten des Kopfes (kein hektisches Herauspressen), warme Kompressen auf dem Damm, perineale Unterstützung durch die Hebamme und entspannte Positionen. Ebenfalls hilfreich: ein guter Geburtsrhythmus und das Folgen der Anweisungen der Fachpersonen. Denken Sie daran: Es ist keine Schande, wenn ein kleiner Riss entsteht — ärztliche Versorgung macht vieles gut.
Welche Schmerzmittel oder Methoden sind in der Pressphase möglich?
Nicht-medikamentöse Optionen wie Wärme, Wasser, Massage, TENS oder Atmungstechniken helfen vielen Frauen. Medikamentös stehen Inhalationsgas (Lachgas) und die Periduralanästhesie (PDA) zur Verfügung. Lachgas ist kurz wirksam und erhaltend für die Beweglichkeit; die PDA reduziert Schmerzen stark, kann aber das Gefühl beim Pressen verändern. Besprechen Sie Vor- und Nachteile vorab mit dem Team, damit Entscheidungen schnell getroffen werden können.
Wann ist ein Kaiserschnitt die richtige Entscheidung?
Ein Kaiserschnitt wird dann erwogen, wenn vaginale Geburtshindernisse auftreten — zum Beispiel bei anhaltenden Herztonabfällen des Kindes, ungünstigen Geburtsverläufen oder medizinischen Risiken für Mutter oder Kind. Es ist sinnvoll, vorab Optionen und Wünsche zu besprechen und Informationen zu den Kaiserschnittoptionen frühzeitig klären, damit im Notfall schnell und im Sinne der Eltern entschieden werden kann.
Ist eine Wassergeburt in der Pressphase sicher?
Viele Frauen empfinden die Wärme und den Auftrieb im Wasser als sehr entlastend. Unter normalen Umständen ist eine Wassergeburt sicher und kann die Pressphase angenehmer machen. Bestimmte Komplikationen (z. B. vorzeitige Plazentalösung, Infektionen, bestimmte Herztonveränderungen) schließen Wassergeburt jedoch aus. Klären Sie vorab mit Ihrer Hebamme und Geburtseinrichtung, welche Regeln gelten.
Was passiert unmittelbar nach der Geburt des Kindes in der Pressphase?
Unmittelbar nach der Geburt folgen Erstversorgung, das Abnabeln je nach Wunsch und Zustand, sowie möglichst früher Haut-zu-Haut-Kontakt und das Anlegen zum Stillen, wenn Mutter und Kind stabil sind. Die Nachgeburtsphase (Plazentaaustreibung) wird medizinisch begleitet, und eventuelle Risse werden versorgt. Die Hebamme bleibt an Ihrer Seite und erklärt jeden Schritt.
Wann soll ich in die Klinik oder Hebamme kommen?
Rufen Sie Ihre Hebamme an, sobald Sie das Gefühl haben, dass die Pressphase beginnt (starker Druck nach unten) oder wenn die Wehen regelmäßig werden und intensiv sind. Ihre Hebamme kann einschätzen, ob eine Fahrt zur Klinik notwendig ist. Bei ungewöhnlichen Symptomen wie starker Blutung, Verminderung der Kindsbewegungen oder starken, anhaltenden Schmerzen sollten Sie sofort ärztliche Hilfe suchen.
Abschluss und Ermutigung
Die Pressphase und Maßnahmen sind der krönende, oft intensivste Teil einer Geburt. Wissen, Vorbereitung und ein unterstützendes Team machen diesen Abschnitt deutlich zugänglicher. Denken Sie daran: Kein Geburtsverlauf ist perfekt vorhersehbar. Flexibilität, Vertrauen in den eigenen Körper und klare Absprachen mit Partnern sowie dem medizinischen Team sind entscheidend.
Steve und Pattie wünschen Ihnen eine kraftvolle und sichere Geburt. Nehmen Sie sich Zeit, atmen Sie, und erlauben Sie sich, auf Ihre innere Stimme zu hören. Wenn Sie möchten, finden Sie auf unserem Blog weitere praktische Anleitungen zu Atemübungen, Geburtspositionen und zur Rolle von Doulas — für noch mehr Sicherheit in Ihrer Geburtsvorbereitung.